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Nasslackieren oder Pulverbeschichten

Tipps und Tricks

Nasslackieren oder Pulverbeschichten?


Beim Restaurieren stellt sich irgendwann die Frage wie die Teile beschichtet werden sollen. Lackieren oder das erst seit den sechziger Jahren benutzte Pulverbeschichten? Es gibt gute Gründe für die Pulverbeschichtung und einige wenige für eine Lackierung. Schauen wir die Verfahren kurz an und reduzieren die beiden Verfahren dann auf ihre Vor- und Nachteile.
Im Automobilbau ist die Lösungsmittelarme Wasserbasis- Lackierung mittlerweile das Verfahren überhaupt. Die Rostschutzgrundierung ist der Haftgrund für den Füller. Nach dem Schleifen entsteht so eine glatte Oberfläche welche die Basis für eine saubere Nasslackierung darstellt. Das Pulver- oder auch Kunststoff- Beschichtung genannt hat sich in der Schrauberwelt erst in den letzten 20 Jahren durchgesetzt. Grundsätzlich wird beim Pulverbeschichten mit duroplastischem Kunststoffpulver gearbeitet welches elektrostatisch aufgebracht wird. Dies heisst aber auch, dass das Werkstück elektrisch leitfähig sein muss. Das Pulver wird dabei beim Austritt aus der Druckluftpistole mit 60- 95 Kilovolt aufgeladen und heftet sich so an das geerdete Werkstück. Nach dem Aufbringen des Pulvers wird das Werkstück in eine Heizkammer gelegt um das Pulver mit bis zu 180 Grad zum Schmelzen zu bringen. Es sind allgemein folgende Pulverlackbasen bekannt:

- Epoxyd
- Polyesther
- Polyurethan
- Acryl




Spritzkammer

Mittlerweile sind die Pulverlacke in allen möglichen RAL- Systemfarben erhältlich.
Die Nasslackierung benötigt mehr Zeit und ist sogar teurer als das Lackieren mit Pulver. Grosser Vorteil beim Pulverbschichten- das Endprodukt ist extrem schlagfest und eignet sich so sehr gut für Fahrwerksteile. Auch ist das nachträgliche Bearbeiten ( schleifen, bohren ) eines pulverbeschichteten Teils gut möglich ohne das der Lack abblättert. Ja die Pulverbeschichtung hält sogar so gut, dass ein späteres entfernen und reinigen nur sehr schwierig möglich ist. Und genau da sind wir auch schon beim grossen Nachteil des Pulververfahrens. Jedes noch so gut restaurierte Fahrzeug muss früher oder später wieder bearbeitet werden, wenn es gebraucht wird. Der Aufwand ist geradezu gigantisch, wenn der Pulverlack runter muss. Da liegt der Vorteil ganz klar bei der Nasslackierung. Deshalb wird die Karosserie nach wie vor Nasslackiert. Die Dossierung oder Schichtstärke ist mit der Nasslackierung einfacher.


Fazit:

Die Pulverlackierung von Bodengruppen, Rohrrahmen, Fahrwerksteilen, Felgen und anderen mechanisch hoch beanspruchten Teilen bringt hier ganz klare Vorteile.
Allgemeine Karosserieteile sowie Teile aus Kunststoff werden nach wie vor nasslackiert.

Oft fällt die Entscheidung bei der Frage: Wie sehr sollte ein originalgetreues Fahrzeug original gehalten werden? Die Oldtimers wurden damals garantiert nicht mit Pulverbeschichtung vom Band geschoben.


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